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Ironman Kärnten 2008

Ergebnisse 3,8km/180km/42,195km
RangKlasseNameTeamZeit
1.1. Vanhoenacker MarinoTTB08:06:11,00
20.1. Wallenhorst SandraDrahteselteam Salzkammergut
1648.33.Miksche AstridDrahteselteam Salzkammergut12:19:39,00
Rennbericht Astrid
Das Abenteuer IRONMAN Klagenfurt 2008 hat gerufen und Astrid ist diesem Ruf gefolgt. Die erste Herausforderung musste sie ja bereits bei der Anmeldung überstehen, aber der Startplatz war nach einer nächtlichen Internetsitzung gesichert. Ein Jahr hartes Training galt es zu absolvieren, damit am Tag X alles rund läuft und soviel vorweg, es ist gut gelaufen. Ich reiste erst Freitag Abends in Viktring (Astrids Heimatsort neben Klagenfurt) an und traf sie mit Ihrem Chris in der Ironman City. Astrid genoss die Pasta Party, während Chris und ich die Taktik für die Farbgebung der umlegenden Straßen besprachen. Gerüstet mit Baumarkieren galt es die wichtigsten Punkte der Rad- und Laufstrecke mit Fansprüchen und Tigern zu zieren. Auch am bekannten Rupertiberg hatten wir Spuren für Astrid hinterlassen. Am Samstag Abend vor dem Rennen wurde die Fangemeinde (Mario, Helga, Mimi, Felix, Chris und ich) von Astrid zu einer Pasta Party nach Kärntner Art (leckere Kasnudeln) geladen. Bewundernswert fand ich, dass Astrid scheinbar nicht sonderlich nervös war. Sie war sich ihrer guten Vorbereitung wohl bewusst. Tag des Rennens, 5:00 Uhr: Ja auch die Fans hatten mussten früh auf, damit man beim Schwimmstart eine gute Sicht hat. Mario und ich begaben uns zum Klagenfurter Strandbad, wo wir uns mit Chris trafen. Astrid versicherte sich noch, dass in der Wechselzone alles in Ordnung war und begab sich dann zu Schwimmstart, mit neuem, feschen, schnellen Schwimmanzug. Besonders nervös war sie anscheinend noch immer nicht, aber soviel erfahren habe, wurden kurz vor dem Start schon die Pulswerte unter den Teilnehmern ausgetauscht und die waren ein wenig höher als der Ruhepuls J. Start, 7:00 Uhr: Pünktlich fiel der Startschuss und 2.400 Athleten stürzten sich ins Türkis des Wörthersees. „Die Waschmaschine ist gestartet“, so die traditionelle Ansage des Sprechers. Wir rannten zum Lendkanal, den die Teilnehmer nach 3 km See bis zur Wechselzone zu durchschwimmen hatten. Entlang des Kanals gab es kein freies Fleckchen Land zu Sehen. Alles voller Zuseher und alle mit bester Laune. So wurden schon vor Eintreffen der Athleten die Elektroboote mit der Welle begrüßt. Nach ca. 45 min. tauchten die Schnellsten auf. Die Stimmung kocht und spätestens nach 1 Stunde auch der Lendkanal. Zu diesem Zeitpunkt tauchte die breite Masse der Amateure auf und es war ein beeindruckendes Szenario, wie sich hunderte Schwimmer durch den engen Kanal zwängten. Man hatte das Gefühl neben einem Wildbach zu stehen. Für die Wettkämpfer muss es beeindruckend sein, durch die tobenden Fans zu schwimmen. Auch Astrid tauchte in dieser Meute auf und wir feuerten sie natürlich an was da Zeug hielt. Astrid war voll in der Zeit!! Nach nicht ganz 1:20 min hat sie das erste Ziel erreicht. Jetzt ging´s ab aufs Rad. 180 km, 1700 hm und kein Windschatten. Wir versuchten Sie per Shuttlebus am Anstieg am Faakersee zu sichten, aber Astrid war zu schnell für Mario, Chris und mich. Also wieder rein ins Shuttle und ab zurück nach Klagenfurt. Bei der Radwende standen bereits tausende Fans. Wir erwischten eine Lücke und so konnten wir Astrid nach ca. 3 Stunden nach den ersten 90 km durchfahren sehen. Wieder voll in der Zeit und der Eindruck, den sie machte war noch super. Wir machten uns auf an einen anderen Punkt der Radstrecke. In der Nähe von Rotschitz an einer Steigung wollten wir Astrid anfeuern. Dunkle Wolken, Blitze und extreme Regengüsse kamen auf. Wir hatten es noch in ein Fanzelt geschafft, von wo aus jeder der Teilnehmer angefeuert wurde. Eigener DJ und Freibier, dass gibt’s auch nur da unten. Der Beweis, das sich Leute für Sport begeistern können, auch wenn die Straßen gesperrt sind. Im strömenden Regen und bei eingeschränkter Sicht quälten sich die Athleten über den Straßenkurs. Auch Astrid hat´s erwischt, aber sie war immer noch voll in der Zeit und schien noch immer gut drauf! Knapp über 6 Stunden auf der Radstrecke, tolle Leistung! Der Letze aber sicher anstrengendste Teil war noch zu bewältigen: MARATHONLAUFEN (42,195 km). Der Tag war mittlerweile auch schon für Fans anstrengend, was machen da erst die Triathleten durch. Wir kurbelten wieder runter nach Klagenfurt zur Laufstrecke, um Astrid auch hier lautstark zu unterstützen. Wenigstens der Regen hat aufgehört und so konnte das Laufen im Trockenen absolviert werden. Auf der Strecke spielten sich wahrlich Dramen ab. Läufer von Krämpfen heimgesucht und sichtlich erschöpft quälten sich an uns vorbei. Das sah man bei einigen schon nur mehr das Weiße im Auge. Nicht so Astrid, sie lief Ihr Tempo und die Zuversicht eine tolle Zeit zu erreichen wuchs. Chris und ich begannen schon zu rechnen. Ca. bei km 30 hatten wir sie das Letze mal angefeuert, da hatte sie auch noch irgendetwas zu uns gesagt, was wir leider nicht verstehen konnten. Wir haben es aber später erfahren und es hing mit Ihrem Zustand zusammen. Dazu noch mehr. Chris und ich machten uns auf ins Ziel, um Astrid dort zu erwarten. Die Fotoapparate waren gezückt, die Stimmung im Zielbereich super und das Warten begann. Immer wieder warf ich einen Blick auf die Großbildleinwand, um zu erkennen wann sie schon um die Ecke biegt. Nach unserer Rechnung sollte sie jederzeit auftauchen und nach bangem Warten, was auf den letzten 12 km passiert sein könnte, war es nach 12:19 min soweit. Astrid konnte den Jubel auf der Zielgerade genießen!! Was für eine tolle Zeit bei Ihrem ersten Ironman. BEWUNDERUNG, Gänsehaut, Begeisterung. Astrid hat mir nach dem Rennen erzählt, dass eigentlich alles super gelaufen ist. Das Schwimmen im Lendkanal war etwas eng. Beim Radfahren gabs keine Probleme, bis halt den Regen, der aber immer noch besser war als die mögliche Hitze zu dieser Zeit. Beim Laufen auf den letzten Kilometern ist dann ein Verdauungsproblem aufgetaucht und jetzt wurde auch klar, warum wir im Ziel etwas länger warten mussten und was sie uns bei km 30 gesagt hat. Auf alle Fälle: GRATULATION und APPLAUS!!
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