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Samsonman Radmarathon 2008

Ergebnisse 160km 3400hm
RangKlasseNameTeamZeit
1.1.Sinzinger AloisMühldorf, Mölltal05:21:08,00
9.5.Lang GottfriedDrahteselteam Salzkammergut05:47:57,00
15.2.Grafinger ManuelDrahteselteam Salzkammergut05:49:34,00
Rennbericht Gottfried
Letztes Wochenende überredet durch Manuel und Hannes gab ich mir wieder einmal den Samsonmarathon. Hannes erkrankte leider kurz vorher. Wahrscheinlich hat er sich das Höhenprofil noch mal genau angeschaut :-) . Mittlerweile kann ich mich ja schon als alten Hasen bezeichnen, zumindest bei diesem Marathon. Ich glaube es war meine 12. Teilnahme. Ich war ja schon bei der ersten Austragung 88 dabei. Damals als Jungspund ohne Erfahrung. Den 2. Gesamtplatz von damals wollte ich natürlich die ganzen folgenden Jahre toppen :-) . Ich wurde 4. ,3. ,7. und 12. nur der heißersehnte Sieg war nicht dabei. Mittlerweile hab ich es aufgegeben. Aber nun zum Rennen: Der Start war mit gut 300 Teilnehmern immer noch am absteigenden Ast. Früher waren es bis zu 2500 Teilnehmer. Nach anfänglichem Schongang ging es dann zur Sache. Ich hatte mir vorgenommen nicht in der Spitze zu fahren. Das Tempo wurde höher und ich ließ mich durchreichen. Plötzlich, ich war ca. an der 20. Stelle, kam niemand mehr. Ich konnte es nicht glauben. Das war es, keiner mehr da, auch kein Manuel? Ich dachte: „Was mach ich jetzt?“ Das Tempo war zwar zu diesem Zeitpunkt zum Mithalten. Aber ich kenne mich und die Strecke. Irgendwann kommt das dicke Ende. Also verabschiedete ich mich von der Gruppe, wo unter anderem auch Glomser für das Tempo sorgte. Es dauerte einige Minuten bis die zweite Gruppe mit Manuel daherkam. Diese Gruppe bestand auch nur aus ca. 20 Mann. Leider musste ich bei einem der nächsten Anstiege auch diese Gruppe ziehen lassen. Ich nahm mir bei der Labe Zeit um Getränke aufzufüllen und wartete nach der Abfahrt auf nachrückende Fahrer. Es war nur einer :-), ein Wiener Sport Nora Fahrer. Er war nicht der beste am Berg, daher fuhr ich eher locker nach Hochrindl hinauf. Allein wollte ich nämlich auch nicht fahren. Man fühlt sich ja gleich besser, wenn der andere noch schwächer ist :-). Ich schätze, dass sicher 3-4 min noch drinnen gewesen wären. Eine Pinkelpause am Hochrindel war dann der Anlaß, dass uns eine 6 Mann Gruppe einholte. Mit einer acht Mann starken Gruppe kamen wir zu meinem Angstberg-die Flattnitz. Da erwies sich dann meine Entscheidung, die schnellen Gruppen ziehen zu lassen, als richtig. Zum zweiten Mal erst in meiner Samsonkarriere konnte ich auf diesem äußerst unangenehmen Berg einen runden Tritt bis nach oben bringen. Ich kam sogar als dritter unserer Gruppe oben an. Die Labstation war aber dennoch ein Rastplatz für mich. Durchschnaufen und Getränke füllen. Derselben Meinung waren auch die zwei Fahrer vor mir. Einer davon machte sich dann auf die lange Distanz .Wir warteten kurz noch auf einen dritten und ab ging es zur Abfahrt. Im Gegensatz zu den beiden war ich noch gut in Schuss und übernahm gleich einmal die Hauptarbeit. Mit hohem Tempo näherten wir uns im unteren Drittel zwei weiteren Fahrern. Zu meinem Erstaunen war einer davon Manuel. Ein kurzer Blick und ich wusste, was er durchgemacht hat. Ich war schon oft in den Situationen beim Samsonmarathon und meist immer beim letzten Berg. Irgendwie überwindet man doch den inneren Schweinhund. Ich fühlte mich ungeheuer stark und wusste schon 30 km vor dem Ziel das ich es am letzten Hügel probieren werde. Am Anstieg erhöhte ich sofort das Tempo. Der Antritt war so stark das ich selbst über die Reserven verwundert war. Keiner kam mehr :-) . 2 km vor dem Ziel schnupfte ich noch einen und kam als 9. ins Ziel. Es wurde der 5. Platz in meiner Klasse. Meine Gratulation auch an Manuel zum 2. Platz
Rennbericht Manuel
Ich habe mich heute den Qualen des 160km-Samsonman-Radmarathons in St. Michael im Lungau ausgesetzt. Eigentlich war das ganze Hannes´ Idee. Da ich ja früher bereits schon bei dem einen oder anderen großen Marathon dabei war, ließ ich mich schnell überreden, und Gottfried legte uns diese Veranstaltung auch gleich ans Herz, bei der er bereits 11 mal teilgenommen hat. Nun war es heute also soweit und ich startete zusammen mit Gottfried um 7:00 Uhr früh, Hannes ist leider krankheitsbedingt ausgefallen. Die Wetterprognosen waren hochsommerlich mit Tageshöchtwerten um die 33°C, so war ich froh, dass wir bereits zur frühen Morgenstunde starten. Die ersten Meter wurden noch im Schongang gefahren, doch der erste Berg rauf auf das Schönfeld ließ nicht lange auf sich warten und wie erwartet wurde gleich ordentlich Tempo gemacht. Mein Plan war, nicht gleich zu überdrehen, denn ich hatte Ehrfurcht von den 3600 Höhenmetern, die auf uns warteten. Gottfried fuhr gleich voll mit mit den alten Marathonspezialisten, mit dabei auch Gerrit Glomser, der heute den Hobbisten nach dem gestrigen Chibocup-Rennen die Ehre erwies (außer Konkurrenz). So hielt ich mich also im zweiten Feld auf und kam darin auch gut oben an. Nach einem kurzen Bergabstück kam gleich wieder der Gegenanstieg rauf auf die Eisenhöhe (2042 m). Hier holten wir auch Gottfried wieder ein. Die Mitstreiter verschärften das Tempo und bei mir begannen langsam die Alarmglocken zu bimmeln, als der Puls 170 überstieg, doch ich fühlte mich gut und hielt mit. Ähnlich war es auch bei den nächsten beiden Bergen, der Schiestelscharte (2024m) und am Hochrindl (1561m). Unsere Gruppe hat sich ständig verändert: mal kamen Zurückgefallene zu uns zurück, mal bröckelten hinter wieder welche weg, wir waren ca. 10 Mann stark. Dann wurden wir mal mit einer langen Abfahrt belohnt, doch ich hörte bereits meine Mitstreiter nuscheln, wie steil der nächste Berg sein sollte, rauf nach Flattnitz (700 Hm). Und dieser sollte mich zerstören! Dabei ging ich die Sache von herunten weg gemütlich an. Ich wollte die anderen fahren lassen und mein Tempo erst am Ende verschärfen. Doch dass ich bereits weit über 200 Hm und eine Fahrzeit von 3,5 Stunden in den Beinen hatte, bekam ich wie einen Hammer zu spüren. Wir waren der prallen Mittagssonne ausgesetzt und der Berg ließ kein bisschen nach. Ich quälte mich is zum Umfallen, doch der Puls wollte kaum mehr rauf und die Beine gaben nichts mehr her. Die Alternative zum Schlangenlinie rauffahren war im Stehen mit 5-6 km/h. Von den anderen war niemand mehr zu sehen und ich stellte mich bereits darauf ein, falls ich da oben jemals ankommen würde, wohl ein langes Stück alleine fahren zu müssen. Irgendwie hab ich´s tatsächlich geschafft und ich keuchte umgeben von ca. 200 Fliegen zur Labestation. Einigermassen erfrischt und mit wiederbefüllten Wasserflaschen machte ich mich dann wie vorhergesehen alleine auf die Abfahrt und versuchte mich durch den Fahrtwind etwas zu erholen. Doch ich war nur ca. 6-7 km alleine, da holte mich die nächste Gruppe ein, darunter auch Gottried, der überraschenderweise noch in ziemlich guter Form war. Nun musste ich also wieder mithalten. Anfangs hatte ich ziemliche Schwierigkeiten, doch mit ständiger Nahrungsaufnahme kam auch meine Leistung zumindest teilweise wieder zurück. Gott sei dank hatten wir die Berge hinter uns, so fuhren wir die letzten 40km mit hohem Tempo und ständigem Kreiseln Richtung Ziel. Ein letzter Anstieg wartete ca. 7 km vor dem Ziel, hier hat sich unsere Gruppe wieder auf 7 Einzelfahrer gesplittet. Gottfried attackierte geliech zu Beginn und setzte sich ausreichend ab, um als erster unter uns ins Ziel zu kommen. Ich war zuerst noch vorletzter, Fiel aber dann im Zielsprint noch auf den Letzten zurück. Im Ziel war ich völlig kaputt! Als wir uns über das Ergebnis erkundigten, war ich überraschender 2. in der Klasse 20-30 Jahre (gesamt 15.), Gottfried 5. in seiner Klasse (gesamt 9.). Alles in allem war dieser Marathon einer der härtesten die ich je gefahren bin, die Streckenführung jedoch genial schön!
Links und Ergebnisse
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